Die Brieftaube kurz vorgestellt.

Die heute Weltweit übliche Brieftaube lässt sich auf die belgische Reistaube zurückführen. In Belgien wurde die Brieftaube im 19. Jahrhundert zielstrebig gezüchtet, da hier schon frühzeitig Wettkämpfe stattfanden, bei denen auf Geld gewettet wurde. Eine durchgezüchtete Rasse im biologischen Sinne ist die Brieftaube zwar bis heute noch nicht. Man kann lediglich Züchtungen unterscheiden. Die sogenannte Lütticher Tauben war von kleiner Statur und geht zurück auf die Mövchen und die Schmerlen. Sie ist lebhaft und hat eine große Heimatliebe. Der Nesttrieb führt dazu, dass sie ihren Heimatschlag möglichst schnell aufsuchen will.

Über bekannte Leistungsstämme verfügten in Belgien die Züchter Uhlens, Hansenne, Grothers um nur einige zu nennen. Heute gibt es in Belgien die Rasse Janssen, die Rasse Desmet-Mathijs, die Rasse Delbar und viele andere.

 

 

 

 

Die Zucht
 
Die Taubeneltern machen eigentlich alles selber. Pro Gelege hat es immer zwei Eier. Die Brut dauert ungefähr 18 Tage, das Männchen, oder wie es in der Fachsprache heisst, der Vogel, brütet am Tag, das Weibchen nachts.
Die erste wirkliche Arbeit des Züchters ist die Beringung der Jungtauben. Das muss zwischen dem 5. und 7. Lebenstag geschehen, sonst ist der Fuss zu gross und der Ring kann nicht mehr angezogen werden. Ohne Fussring des Verbandes ist die junge Taube keine richtige Brieftaube und kann nicht eingesetzt werden. Beide Eltern füttern die Jungen. Nach 22 bis 25 Tagen sind die Jungtauben selbstständig.